Die Geschichte

Was sagen sie über die antike israelitische Religion?

Was sagen sie über die antike israelitische Religion?



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Eine kurze Zusammenfassung der Forschungen der letzten Jahrzehnte zur Entstehung des Monotheismus im alten Israel. Richtet sich an Leser auf Universitätsniveau.

Für begeisterte Bibelleser ist es kein Geheimnis, dass die alten Israeliten viele andere Götter als Jahwe verehrten. Schließlich sagen uns die Bibelschreiber das auf ihre klagende, anprangernde Weise. Richter sagten uns, dass das Volk Baals und Aschera verehrte (3:7), während Jeremia seine Landsleute dafür verurteilte, Kuchen für die Himmelskönigin zu backen (7:18, 44:17-19). Offensichtlich hatten diese Israeliten kein Problem damit, andere Götter als Jahwe hinzuzufügen. Aber was wäre, wenn sie der Mainstream ihrer Zeit wären, mit dem Monotheismus nur eine spätere revisionistische Sicht auf die Vergangenheit?

McLaughlins akademisches Buch untersucht diese Möglichkeit durch einen Überblick über die Götter und Göttinnen des alten Israel und wie sie schließlich verworfen und/oder in die monotheistische Anbetung Jahwes aufgenommen wurden. McLaughlins kurzes Buch befindet sich in der Reihe „What Are They Saying About …“ von Paulist Press, das als Literaturübersicht zu Themen der aktuellen Theologie und des Bibelstudiums dienen soll. Anstatt jedoch die gesamte antike israelitische Religion zu überblicken, überprüft McLaughlin eine enge Frage auf diesem Gebiet. Der Titel ist also ein wenig irreführend, obwohl der Buchumschlag den Fokus besser verdeutlicht.

In verschiedenen Kapiteln behandelt McLaughlin die Entstehung Jahwes, verschiedene männliche und weibliche Gottheiten des alten Israel (zB Baal, Asherah, Molek und die Himmelskönigin), den göttlichen Rat (vgl. Hiob 1-2) und die Entstehung von Monotheismus selbst. Sein Buch vertritt keine spezifische These, sondern dient als Rezension verschiedener Autoren zu diesem Thema, wie beispielsweise John Day und Mark Smith. Hinten liefert er eine kommentierte Bibliographie.

Dieses Buch wäre ein guter Ausgangspunkt für die Entwicklung des Monotheismus im alten Israel. Ein hilfreicher Hinweis, fügt McLaughlin hinzu: Nachdem er eine bestimmte Theorie zusammengefasst hat, erwähnt er, wie gut diese Theorie von anderen auf diesem Gebiet akzeptiert wird. Manchmal sind es diese Hinweise, die denjenigen am besten dienen, die sich einer neuen Frage nähern und in der Bibliographie vergraben sind. Dieses hilfreiche Buch ist am besten für ein akademisches Publikum geeignet.


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