Geographie

Demographische Theorien


Malthusianische Theorie oder Malthusianismus

Thomas Malthus behauptete (1798), dass die Zunahme der Nahrungsmittelproduktion geringer sein würde als die Zunahme der Einwohnerzahl auf der Welt. So bald würde es kein Essen mehr für die Menschen geben. Die Menschheit wäre daher dazu verdammt, unter anderem Probleme wie Unterernährung, Hunger, Krankheiten und Epidemien zu erleiden. Für ihn sind die Armen verantwortlich für das Elend.

Malthus plädierte für eine "moralische Kontrolle", um dieses Problem zu lösen. Er argumentierte, dass die Menschen Geburten reduzieren und das gesamte Bevölkerungswachstum kontrollieren sollten. Darüber hinaus verteidigte er die Idee, dass die Armen in hohem Maße für die Überfüllung der Welt verantwortlich sind, und forderte, dass jeder Mensch nur so viele Kinder hat, wie er großziehen kann.


Thomas Malthus, englischer Ökonom des 19. Jahrhunderts

Neomalthusianismus

Es entstand in der Nachkriegszeit. Die Theoretiker argumentieren, dass das Einkommen umso geringer ist, je höher die Einwohnerzahl eines Landes ist pro Kopf und die Verfügbarkeit des zu verteilenden Kapitals. Das Bevölkerungswachstum ist für das Elend verantwortlich.

Reformtheorie

Basierend auf Theoretikern, die sich den Ideen von Thomas Malthus und den Neomalthusianern völlig widersetzen, sind sie Reformisten oder Marxisten. Diese Theoretiker bauten ihre Ideen auf dem auf, was der deutsche Ökonom und Soziologe Karl Marx sagte.

Hohe Geburtenraten sind eine Folge von Unterentwicklung und nicht die Ursache dafür. Diese Probleme würden in der Tat durch eine schlechte Einkommensverteilung und den Zugang zu Konsumgütern verursacht. Mit anderen Worten, für Reformer geht es um wirtschaftliche Ungleichheit und nicht um Ressourcenmangel.

Um das Ende von Hunger und Elend zu fördern oder zu verhindern, reicht es nach dieser Theorie aus, das Einkommen durch soziale Reformen, die die Lebensbedingungen der ärmsten Bevölkerungsgruppen verbessern, demokratischer zu verteilen. Wenn diese Menschen bessere Lebensbedingungen, bessere Bildung, Gesundheit und andere Dinge haben, können sie ihr Elend besser aufgeben.


Karl Marx, deutscher Denker, der behauptete, das Problem liege in der sozialen Ungleichheit


Video: Demographischer Ubergang - Modell einfach erklärt - Demographie 3 Gehe auf (Juni 2021).